Umgestaltung der Hauptgeschäftsstraßen

Um die barrierefreie Erreichbarkeit der Geschäfte zu gewährleisten, geordnete Parkplätze für die Kunden anbieten zu können und eine einheitliche Gestaltung des Straßenraums zu erreichen, wird die Innenstadt, aufgeteilt in vier Baumaßnahmen, umgestaltet. Insgesamt werden durch das Integrierte Handlungskonzept 26 Maßnahmen realisiert, die jede für sich genommen, positive Effekte für die Innenstadt haben wird. Das Integrierte Handlungskonzept bietet die Möglichkeit, den Gestaltungsdefiziten entgegen zu wirken und eine lebenswerte Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität für Delbrück zu schaffen. Einhergehend mit einer maßvollen Verlagerung der Stellplätze, einer Anpassung der Geschwindigkeitsbegrenzung an die Nutzungsstruktur sowie der Stärkung der Qualität des Einzelhandelsbesatzes wird der gesamte Geschäftsstraßenbereich an Attraktivität gewinnen.

 

Baumaßnahme 1 - Thülecke, Oststraße, Kirchstraße und Kirchplatz

Die erste Baumaßnahme umfasst die Oststraße, Thülecke und die Kirchstraße. Der Straßenraum wird neu gefasst und die Oberfläche mit einem einheitlichen Pflaster hergestellt. Mit Bäumen auf der einen Straßenseite und der Beleuchtung auf der anderen Straßenseite erhält der Straßenverlauf eine stringente Gliederung. Zusätzlich erfolgt eine Erneuerung der Wasserleitung und, falls erforderlich, der Hausanschlussleitungen des Schmutzwasserkanals. Auch die Versorgungsträger werden ihre Leitungen überprüfen und teilweise neu verlegen. Entlang des Straßenraums sollen Aufenthaltsorte "eigener Identität" entstehen. Hier rücken insbesondere die Plätze im Bereich der Volksbank Delbrück-Hövelhof, vor dem Modehaus Dunschen / Buchhandlung Meschede / Uhren-Schmuck-Ledertrends Meintrup und der Kirchplatz in den Fokus.

 Baumaßnahme 2 - Alter Markt und Lange Straße Ost

Der Alte Markt wird mit der zweiten Baumaßnahme als "Neue Mitte" gestaltet. Der Verkehrsknotenpunkt Lipplinger Straße, Thülecke und Alter Markt erhält einen Minikreisverkehr und verbessert damit den dortigen Verkehrsfluss. Die ansässigen Gastronomiebetriebe erhalten großzügige Freiflächen, um Außengastronomie betreiben zu können. Eine Querung des Platzes für den Kfz-Verkehr bleibt weiterhin möglich.

Die vorhandenen Gassen, die von der Lange Straße zur Marktstraße führen, erhalten eine einheitliche Gestaltung und bieten von den vielen vorhandenen Parkplätzen in der zweiten Reihe eine optimale Erreichbarkeit des Geschäftsbereichs. Auch die fußläufige Verbindung vom Brenkenkamp zum Geschäftszentrum wird umgebaut. Die Verlängerung der Straße "Brenken Garten" in Richtung Lipplinger Straße ermöglicht kurze Wege zum Nahversorgungsstandort am Brenkenkamp. Mittels einer strukturierten Gestaltung, wird im Bereich der östlichen Lange Straße den Verkehrsteilnehmern ausreichend Platz gewährt und ein gefahrloses Erreichen aller Geschäfte und Gebäude sichergestellt. Stellplätze bleiben entlang der Straße erhalten und das Gestaltungsprinzip mit Bäumen auf der einen Straßenseite und der Beleuchtung auf der anderen Straßenseite wird fortgesetzt.

 Baumaßnahme 3 - Lange Straße West

Mit seinem unruhigen und ungeordneten Verkehrsraum entspricht die Straße nicht den aktuellen Anforderungen an Geschäftsstraßen. Die Umsetzung mit Fördergeldern nach dem Entflechtungsgesetz verfolgt eine Aufwertung des Straßenabschnittes, damit ein einheitlicher und geordneter Verkehrsraum entsteht. In seiner Gestaltung wird sich die Verkehrsfläche sowie die Seitenbereiche an der Gestaltung der "Himmelreichallee" orientieren. Die Neupflanzung der Bäume wird auf der nördlichen Seite erfolgen, die Errichtung der Beleuchtung auf de südlichen Straßenseite.

 Baumaßnahme 4 - Kleine Straße

Mit Fördergeldern aus dem Landesprogramm "Nahmobilität" wird das Ziel des Ausbaus der Kleinen Straße und der Adolf-Kolping-Straße verfolgt. Die Optimierung des gesamten Straßenzugs wird von der Lange Straße bis zum Wiemenkamp umgesetzt. Funktionale und städtebauliche Mängel werden durch einen einheitlichen Ausbauzustand der Verkehrsfläche sowie einer Aufwertung der vorhandenen Hinterhofflächen behoben.

Schließlich entsteht eine attraktive Rad- und Fußwegeverbindung, die einen optimalen Anschluss an das Geschäftszentrum bietet und so eine vielversprechende, innenstadtrelevante Funktion übernimmt.



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